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4. Woche in San Diego

Dank des anhaltenden Regens komme ich nun noch mal zum Schreiben. Fangen wir beim Regen an...Da dieser hier so selten ist, löst er wohl immer ein absolutes Verkehrschaos aus, noch schlimmer als wenn bei uns der erste Schnee fällt. Dadurch, dass es manchmal monatelang nicht regnet, sammelt sich allerlei Zeugs auf den Straßen an, das sich bei Regen in eine rutschige, ölige Masse verwandelt. In Kombination mit der Tatsache, dass die Amis eh alle nicht Auto fahren können, führt dies dann immer zu langen Staus und Unfällen. Gestern und vorgestern bin ich an zahlreichen Autos in Leitplanken vorbeigefahren. Echt krass...!
Bis gestern war hier die ganz letzte Woche Bombenwetter, welches ich überwiegend an der Bucht und am Strand verbracht habe. Ich liebe beides. Am Strand gibt’s immer was zu sehen: Volleyballspieler, Surfer, Kitesurfer, Jetskis, Jogger, Pelikane, Skateboarder..... Die Buchtseite ist sehr ruhig, das Wasser ist wärmer, aber leider gibt’s keine Wellen ;-)
Das Beste ist aber, dass es von der Bucht zum Strand 98 Schritte sind (hab gestern Abend gezählt). In Minuten sind das knapp 1, 5. ☺ Wenn ich vom Trubel am Strand die Nase voll habe, gehe ich einfach über die Straße zur Bucht, was ich eigentlich immer noch nicht so ganz fassen kann!
Ebenso unglaublich ist es, morgens um 6:20 Uhr mit der aufgehenden Sonne zur Arbeit zur fahren und dabei jedes Mal von der rot/rosa/orange leuchtenden Skyline San Diegos begrüßt zu werden. Einfach atemberaubend schön!
Gestern gab es das erste Gehalt, wovon ein großer Batzen heute auch wieder für die Miete draufgeht, aber schon cool, zusätzlich zu der online Seite der Kreissparkasse Euskirchen nun auch die Seite der Bank of America aufzurufen ;-).
Cool war auch, meinen ersten Check für die Vermieter auszufüllen. Musste erst mal googlen, wie das überhaupt geht ;-).
Schule läuft. Gut wäre übertrieben, aber es läuft und fürs Erste mach ich mal easy und starte mit angezogener Handbremse, da keiner meiner Schüler am Ende des Schuljahres die Internationale Abiturprüfung ablegt. Im Mai werde ich lediglich fünf Advanced Placements (AP) Examen abnehmen, die ich aber nicht selber erstellen muss.
Anfang der Woche war in meiner Klasse plötzlich eine Videokamera installiert. Ich war echt geschockt und frage mich immer noch, was der Beweggrund ist und wer auf die Aufzeichnungen zugreifen kann. Ich werde ab jetzt nur noch deutsch reden, dann versteht zumindest niemand was ;-).
Es gibt aber auch Dinge, die richtig nerven, wie beispielsweise die ewige Parkplatzsuche trotz riesengroßer Parkplätze und das lange Warten in Schlangen. Egal ob man zur Bank, zur Post oder zum Einkaufen fährt, überall muss man IMMER erst nach einem Parkplatz suchen. Wenn man dann einen hat, fängt die Warterei an...Echt nervig! Werde mir wohl einen großen Korb fürs Rad zulegen und dann möglichst oft Dinge mit dem Rad erledigen. Das ist ja hier zum Glück möglich, im Gegensatz zu vielen anderen amerikanischen Orten. (Weißt Du noch, als wir bei Torsten in West Palm Beach waren, Judith? Da wären wir ohne Auto absolut aufgeschmissen gewesen...)
Ansonsten habe ich jetzt angefangen, jeden Tag die Tageschau im Netz zu schauen, da man hier im Fernsehen vom Rest der Welt absolut NICHTS mitbekommt. Außerdem bin ich auf den Geschmack von Webradio gekommen. Endlich wieder Radioansagen in Normalgeschwindigkeit und angenehmer Stimmlage und abwechslungsreiche Musik ohne ständige Werbeunterbrechungen...Radio geht hier gar nicht! Die Playliste, die auf 10 Songs begrenzt ist, wird den ganzen Tag wiederholt, unterbrochen von unendlich viel Werbung und mir scheint, als würden die Radiomoderatoren hier danach ausgesucht, wer die schrägste Stimme hat und wer am schnellsten sprechen kann. Echt übel...
Tja, ich merke jetzt schon, wie sehr ich mich konzentrieren muss, wenn ich deutsch schreibe, und das schon nach einem Monat hier....
Ich bin gespannt, welche Abenteuer in den nächsten drei Jahren auf mich zukommen werden. Ich freue mich unendlich, dass mein allergrößter Traum nun endlich Wirklichkeit geworden ist und dass ich so viele neue Erfahrungen machen darf. Ich genieße alle neuen Eindrücke und Gefühle, die diese auslösen, die ich teilweise schon von meinem damaligen Aufenthalt in den USA kenne, die ich aber jetzt noch viel intensiver erlebe.
Das wars mal wieder für heute. Hier sind es jetzt 5 Uhr morgens und ich schmiede jetzt mal einen Plan für das regnerische Wochenende. In Mexiko scheint bestimmt die Sonne.... ☺
Ich hoffe Euch geht’s allen gut! Feiert die jecken Tage, macht all das, was ich auch machen würde und trinkt ordentlich für mich mit. Ävve losst die Kirch em Dörp! Bis bald mal. BYEBYE!
1.3.14 14:19
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


tobsen (25.3.14 08:40)
By the way. Die Medien hier kotzen auch nur Mono-Informationen und inzwischen muss man richtig wühlen, um mehrere Standpunkte zu einem Thema zu bekommen.... Na ja... aber die Amis fragen sich ja bestimmt: "Who the fuck ist "the rest of the world", was hier weiß Gott noch nicht soweit ist....

Ansonsten habe ich mich grad durch Deine Berichte gelesen und bin schon ziemlich beeindruckt. Einerseits von Deiner Umgebung mit Sonne und Wohlfühlklima, andererseits aber auch besonders von Deinem Mut, ein so großes Ding anzupacken und wirklich neu - und dann im "Ghetto-Bunker" zu starten! Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Freude und lass Dich nicht entmutigen, wenn Eltern mal nerven, oder es noch nicht ganz so rund läuft. Du machst Dein Ding! Ich hoffe, dass wir Dich dann mit den Kids mal überfallen werden; wir müssen aber noch gut sparen, damit wirs gestemmt kriegen! Ganz viele Grüße

tobi

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