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Zweite Woche

So, nun ist dank Lincoln und Washington bereits die zweite Woche an der High School vorbei und das lange Wochenende kann beginnen...
Was ist passiert?
Viel, aber zunächst das Highlight. Heute habe ich endlich meinen eigenen Klassenraum erhalten. Um das Bizarre an der Sache zu verstehen, muss man wissen, dass die San Diego High School aus insgesamt 6 Schulen besteht, aus der Internationalen Schule (IS), an der ich arbeite, der School of Business, der School of Science & Technology, der School of Media, Visual & Performing Arts und der School of Communication Investigations und LEADS. Die IS ist mit Abstand die Anspruchsvollste unter den Schulen, u.a. aufgrund der strikten Vorgaben des Internationalen Abiturs, welches hier, im Unterschied zu den anderen Schulen, als Abschlussmöglichkeit angeboten wird. Die IS befindet sich im Gebäude 800, wo jede Lehrperson ihren eigenen Klassenraum hat, nur ich nicht. Ich wurde in den Block 100 verbannt. Raum 109. Als die Direktorin dies mit den Worten kommentiert: „Das Problem ist, nun, eigentlich ist es kein Problem, aber....hmmmm, Dein Raum ist im Block 100.“, da habe ich noch gedacht, das Problem sei die Entfernung...WEIT GEFEHLT! Auf dem Weg zu meinem Raum wurde ich von ihr darauf hingewiesen, dass sich im Flur vor meiner Klasse eine von 8 Videokameras auf dem Campus befindet. Auch dabei habe ich mir noch nichts Außergewöhnliches gedacht, wobei ich das Gefühl überwacht zu werden und hinter hohen Zäunen eingesperrt zu sein wirklich unangenehm finde... Aber das wusste ich ja vorher....
Nun ja, dann habe ich den Raum betreten: Teppichboden→ mega dreckig, keine Fenster, aber zum Glück Tische und keine Stühle mit Ablage, eine interaktive Tafel (Promethean Board), Drucker und für die Schüler/innen Netbooks, die allerdings ungefähr 20 Minuten brauchen, bis sie hochgefahren sind. Heute hatte ich also das erste Mal Unterricht im Bunker. Mein erster Kurs hat sich seltsam verhalten und als ich die Frage, ob dies denn nun mein permanenter Klassenraum sei, bejaht habe, habe ich in viele entsetzte Gesichter geguckt. Als dann wenig später ein Schüler, der zur Toilette wollte, den Raum mit den Worten:„Wish me luck!“ verlassen hat, bin ich langsam hellhörig geworden. Dann kam mein nächster Kurs und auch deren erste Frage war, ob dies nun mein Raum sei. Auf meine Frage, wieso dies bei ihnen so viel Entsetzen auslöse, kam die Wahrheit ans Licht. Ich bin im „Ghetto“ gelandet! „Where the kids are higher than their grades“ (O-Ton Kids). Man riet mir, immer meine Türe zu verriegeln, keine wertvollen Gegenstände im Raum zu hinterlassen und die Schülerinnen bestanden darauf, nur zu zweit zur Toilette zu gehen. Jo, mein Raum der Ghettobunker! Das kann ja heiter werden...
Ansonsten war ich bisher jeden Tag am Strand, war aber noch nicht im Wasser, habe auch noch nicht meinen Herd und die Spülmaschine ausprobiert, überwinde allmählich den Jetlag und freue mich auf meine neue Aufgabe, den Deutschen Zweig auf das Internationale Abitur vorzubereiten.
Erst aber freue ich mich auf das Wochenende!
14.2.14 05:07
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


stefficruz (14.2.14 05:53)
**mit den Worten kommentierte

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