Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Letztes Feedback



http://myblog.de/steffcruzinsandiego

Gratis bloggen bei
myblog.de





Endlich Sommer! ;-)

So, jetzt sind endlich Ferien und ich habe wieder Muße, Euch auf dem Laufenden zu halten.
Nun bin ich bereits 5 Monate hier und heute morgen hat sich zum ersten Mal ein leichtes Gefühl von Heimweh in mir gehegt, als ich all die schönen Bildern von den Fanmeilen in Deutschland gesehen habe.
Generell geht es mir aber blendend hier und eigentlich kann ich auch immer noch nicht glauben, dass ich nun wirklich in San Diego lebe. Ich genieße nach wie vor meine Wohnung mit einer Lage, von der ich immer geträumt habe, mein Auto, welches ich mir nie geträumt hätte, einmal zu besitzen, das Unterrichten, welches in keinster Weise mit dem Lehren in Deutschland zu vergleichen ist (mein Rotstift, den ich zu Beginn des Semesters benutzt habe, funktioniert immer noch!!!), die Freundlichkeit der Kalifornier, das sensationelle Wetter und das Strandleben, die nahezu unbegrenzt erscheinende Auswahl und die Vielfältigkeit an Lebensmitteln und Restaurants sowie die vielen kleinen Dinge, die meine Augen tagtäglich als wunderschön, anders, erstaunlich, atemberaubend etc. wahrnehmen.
Ich fühle mich viel ausgeglichener und zufriedener als in Deutschland, was sicherlich auch darauf zurückzuführen ist, dass ich bisher nur an der High School unterrichten musste, wo ich mich absolut wohl fühle. Mit den Schülern komme ich ganz gut klar und meine Befürchtungen, dass die Eltern sehr anspruchsvoll sind, haben sich zum Glück als unbegründet erwiesen. Die wenigen Elterngespräche, die ich geführt habe, waren alle sehr positiv. Des Weiteren freue ich mich riesig, dass die High School sich erfreut über meine Idee eines Austauschs mit dem Pascal Gymnasium gezeigt hat, für den die Planungen bereits auf Hochtouren laufen. Nach Berichten meiner Kollegin am Pascal haben sich bereits mehr als 40 SchülerInnen gemeldet, die an dem Austausch interessiert sind.
Nach dem Sommer unterrichte ich zusätzlich auch an den Albert Einstein Academies, wo ich eine 8. Klasse übernehme, was bedeutet, dass ich nicht mehr um 11:00 zu Hause/ am Strand sein werde, was aber andererseits auch zu erwarten war.
Am 23.06. breche ich (alleine!) zu einem Roadtrip nach Albuquerque, New Mexico, auf, da ich dort am 23.-26.06. an einem Training für das Unterrichten von Internationalem Abitur Kursen teilnehme, welches von der Schule finanziert wird. Nachdem die Schule mir allerdings absolut blöde Flüge nach Albuquerque gebucht hat (lange Flugzeiten aufgrund vieler unnötiger Zwischenstopps!), habe ich beschlossen, einen Roadtrip draus zu machen. Die Planung der Hinfahrt ist abgeschlossen. Zwischenstopp ist in Phoenix, Arizona, allerdings gönne ich mir dieses Mal ein Hotel, welches mich aufgrund seiner Vielzahl an Pools fasziniert. Die Rückfahrt ist noch in Planung. Mal schauen, wie es wird.
Danach habe ich zwei Wochen Ruhe vor dem Sturm, das heißt, bevor zwei meiner liebsten Kollegen für zwei Wochen zu Besuch kommen, worauf ich mich schon wahnsinnig freue. Danach habe ich immer noch 4 Wochen Ferien bis zum Schulbeginn im September!
So, das war ein kurzes Update, wie ihr seht, ist hier nach wie vor alles prima.
Ich würde mich freuen, von dem einen oder anderen mal was zu hören. Skype, Facebook, Handy, Facetime, Viber wären Optionen...

Herzliche Grüße!

Steffi
17.6.14 18:36


8.-12- Woche

Wie ihr Euch vielleicht aufgrund meines langen Schweigens bereits gedacht habt, waren die letzten Wochen sehr ereignisreich.
Nun bin ich schon 12 Wochen hier und erlebe jeden Tag so viel, dass ich mich manchmal regelrecht von all den beindruckenden Geschehnissen und neuen Eindrücken erdrückt fühle.
Ich fange mal bei den Frühlingsferien an, die einfach großartig waren.
Eingeläutet wurden sie durch einen traumhaften Paddleboard- und anschließenden Bootsausflug am Wochenende, bei dem wir (meine Vermieterin Tracey, deren brasilianische Gasttochter Hosana et moi) zwar mal kurz im Seegras stecken geblieben sind, ansonsten aber eine Menge Spaß hatten.
Am Montag, dem ersten Ferientag, habe ich dann mit meinem Kollegen Stan eine Fahrradtour von Chula Vista nach Coronado gemacht. Danach waren wir mexikanisch essen und haben uns noch die Wand- oder eigentlich Brückenmalereien im Chicano Park angeschaut.
Am Mittwoch waren wir am Mount Soledad, von wo man einen wahnsinnig schönen Ausblick auf La Jolla und San Diego hat. Danach sind wir im Balboa Park spazieren gegangen und abends gab es Soul Food.
Am Wochenende waren meine Gastmama Karen und Liana, deren Babysitter ich vor 13 Jahren (!!!) war, zu Besuch.
Den letzten Abend der Frühlingsferien habe ich mit Stan im Mr. A, einer Rooftop-Bar verbracht. Der Sonnenuntergang, der Ausblick auf die Stadt und der Abend waren grandios...Noch Fragen ☺ ☺ ☺ ???
Obwohl ich nach der tollen Ferienwoche mit gemischten Gefühlen zur Schule gefahren bin, war der Montag ein genialer Tag. Wie sich herausstellte, hatte mein Kollege Stan ohne mein Wissen die Direktorin kontaktiert und gefragt, ob ich den von ihm jährlich organisierten College Trip für die Elftklässler begleiten darf, über den wir in der Ferienwoche viel gesprochen haben. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie groß meine Überraschung war, als es in der zweiten Stunde an der Tür klopfte und eine Schülerin mir einen Zettel überreichte auf dem zu lesen war:
Dear Ms Conraths, the principal approved your participation in the College Trip. Let me know if you are still interested in participating.
Ich hätte schreien können und habe das glaube ich auch getan.... ☺
So ging es dann also Mittwochs für fünf Tage mit 105 Schüler/Innen los, um die bekanntesten Colleges an der Westküste zu erkunden. Der Ausflug war einfach großartig. An fast jedem der Colleges erwartete uns ein/e oder auch mehrere ehemalige Schüler/Innen, die uns stolz ihr Collegegelände zeigten. Die Colleges sind einfach unvorstellbar groß, manche sind wie kleine Städte mit eigener Post, Fast Food Läden usw. Neben 8 Colleges haben wir noch Solvang, Hearst Castle, das Madonna INN , San Francisco und das State Capitol in Sacramento besucht. Die Schüler, die sich wirklich hervorragend benommen haben, was selbst das Personal des Hilton Hotels sowie unser Busfahrer hervorgehoben hat, , hatten großen Spaß. Für manche war es der erste Ausflug außerhalb von San Diego.
Auch für mich war es in vielerlei Hinsicht ein unvergessliches Abenteuer. In den fünf Tagen habe ich mehr über meine Rolle als Lehrerin gelernt, als in meiner dreijährigen Ausbildung! Ich habe erlebt, was es heißt, aus tiefster Überzeugung und mit fast unmenschlicher Hingabe Lehrer/in zu sein, was mich zutiefst bewegt hat und immer noch sehr berührt, wenn ich daran denke. Ich bin sehr sehr dankbar für all das, was ich hier erleben darf und werde dies nie als selbstverständlich ansehen!
29.4.14 02:25


6./7. Woche in San Diego

Letzte Woche bin ich nicht zum Schreiben gekommen, da es draußen einfach zu schön war....Ich war jeden Tag am Strand, hab viel gelesen, meine neue Luftmatratze (im Loungeformat mit Armlehnen und Trinkhalter ;-) und Paddleboard auf der Bucht ausprobiert, bin Fahrrad gefahren, habe Volleyball gespielt, bin den Boardwalk hoch und runter geskatet, mit dem Mustang rumgecruist, etc... Hier ist jeder Tag wie Urlaub...
In der Schule laufe ich langsam warm und versuche Kompromisse zwischen den mir neuen Verfahren, Methoden, Bestimmungen etc. und meinem gewohnten System zu finden. Dies scheint mir bisher ganz gut zu gelingen, was mir auch die Fachberaterin der Zentralstelle für Auslandsschulwesen bestätigte, die mich am Mittwoch in der High School besucht hat. Hat gut getan, das zu hören, weil ich mir zwischenzeitlich wirklich unsicher war, ob ich das hier alles so richtig mache.
Einige Dinge sind mir vollkommen fremd, beispielsweise die Hausaufgabenregelung.
Die Kids bekommen hier Punkte für das Abgeben der Hausaufgaben, jedoch nicht für deren Qualität. Wer seine HA gemacht hat, bekommt 10 Punkte. Das ist für mich gewöhnungsbedürftig, da man meiner Meinung zwischen einer Hausaufgabe ohne einen einzigen Fehler und einer Hausaufgabe voller Fehler unterscheiden muss. Vielleicht sehe ich das aber auch falsch...
In solchen Dingen bin ich mir noch unsicher. Ich habe mich dazu entschlossen, einfach mal beide Aspekte zu beurteilen, die ersten Einwände von Schülern kamen bereits...
Mal sehen, ob ich sie noch überzeugt bekomme...
Super finde ich, dass hier sämtliche organisatorische Dinge elektronisch geregelt werden. So gebe ich beispielsweise alle Ergebnisse von Tests, Klassenarbeiten, Hausaufgaben, Präsentationen etc. der Schüler/innen in ein Programm namens Power School ein. Hierüber wird auch jeden Morgen die Anwesenheit registriert und sämtliche Ergebnisse werden sofort für das Sekretariat, für Schüler und Eltern sichtbar. Zudem erspart man sich viel Rechnerei, wenn es um das Ermitteln von Gesamtnoten, Fehlstunden etc. geht. Echt super!
Am Dienstag hatten wir Tag der offenen Tür. Ich habe einige deutschsprachige Eltern meiner Schüler/innen kennengelernt und entgegen der Ankündigungen und zu meiner großen Freude waren alle wirklich sehr nett und verständnisvoll.
Im Mai findet ein deutsches Theaterfest in San Diego statt, an dem meine beiden Fortgeschrittenenkurse mit einem von den Schülern selbstgeschriebenen Stück zu der Erzählung „Die Verwandlung“ von Franz Kafka teilnehmen werden. Zur Zeit proben wir die ersten Szenen und die Schüler/innen zeigen großen Spaß daran.
Nächste Woche ist Test- und Klassenarbeitswoche, was locker wird, und dann ist schon Spring Break, was eine Woche frei bedeutet. Ich habe nichts geplant, da ich das Paradies vor der Haustür habe. Ich werde wohl hier eine Woche entspannen und es mir gut gehen lassen, meinen neuen Grill ausprobieren, Aperol Spritz trinken, den (Aperol) ich hier letztens im Spirituosenladen gefunden habe und die Operation Surfboard und surfen in Angriff nehmen. Bisher war das Wasser noch so verdammt kalt.
Ich habe jetzt die Abstellfläche oberhalb meines Badezimmers in ein Schlaf-Loft umfunktioniert. Von oben sieht das ganz schön hoch aus...Werde das in den Ferien mal testen.
Wie ihr seht, geht es mir weiterhin prima.

Bis bald!
XOXO
23.3.14 17:49


5. Woche in San Diego

Der Regen ist vorbei und gerade, während ich diese Zeilen tippe, sind es aufgrund der Zeitumstellung schon 9:00 Uhr. Ich sitze mit meinem Morgenkaffee auf der Couch und sehe beim Blick aus dem Fenster Palmen, strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. Ein toller Start in den Sonntag!
Nun, was ist passiert...
In der Schule läuft es irgendwie, aber ich merke, dass ich noch nicht bei 100% bin. Das liegt hauptsächlich an meiner fehlenden praktischen Erfahrung im Unterrichten von Deutsch als Fremdsprache (DaF). Einige Methoden, Rituale, Handlungsweisen, Erklärungen etc., die ich bisher angewandt habe, lassen sich natürlich prima auf den DAF-Unterricht übertragen, aber vieles muss ich auch sowohl im Kopf als auch auf Papier komplett neu entwickeln. Das dauert und das weiß ich auch, aber Geduld war noch nie so meine Stärke... ☺
Hier ein kurzes Beispiel, einfach erklärt für diejenigen, die sich nicht jeden Tag mit dem Kram beschäftigen…
Wer keine Lust darauf hat, den Kram zu lesen, der überspringe diesen Absatz ☺
Fangen wir mal bei der Grammatikvermittlung an.
Das Perfekt im Deutschen (Ich habe einen Apfel gekauft- Ich bin zu meiner Tante gefahren) erfordert eine Form von „haben“ oder „sein“ + Partizip II.
Dieses Tempus ist für DAF Lerner ziemlich schwer zu bilden. Typische Sätze sehen so aus:
*Ich bin/habe nach Frankreich gefliegen/ gefliegt
*Ich habe Leute getreffen/ getrefft
*Ich habe ein schönes Hotel gefundet/ gefindet....
Die Schüler wissen zwar offensichtlich schon eine ganze Menge über das Perfekt, da sie beispielsweise eine Form von „haben“ und „sein“ verwenden und/oder das Suffix ge- und Präfix –en bzw. –t, aber diese Informationen reichen offensichtlich (s. Beispiele) noch nicht aus, um grammatisch richtige Sätze zu bilden. Damit ihnen dies gelingt, benötigen sie also weitere Erklärungen/Regeln, wie beispielsweise die Grundregel, dass man das Perfekt in den meisten Fällen mit einer Form von „haben“ bildet, aber dass man bei Verben, die eine Bewegung (von A nach B) ausdrücken, eine Form von „sein“ verwendet, wie zum Beispiel in
„Ich bin gelaufen“
„Du bist gefahren“
„Es ist gekommen“
„Wir sind geflogen“
„Sie sind gegangen“
Das reicht aber auch nicht aus, damit die Kids das Perfekt richtig bilden, denn sie müssen auch noch wissen, wie nun das Partizip II gebildet wird. Die Erklärungen erspare ich mir und Euch jetzt mal, auch hier erschwert die Tatsache, dass es zu jeder Regel mindestens eine Ausnahme gibt, die Sache nämlich wieder...
Was ich eigentlich sagen möchte ist, dass mir viele Dinge aufgrund des Deutsch und Englischstudiums nicht fremd sind, aber dass mir a) gewisse Strukturen, Prinzipien und Regeln der deutschen Grammatik überhaupt nicht bewusst waren und dass mir b) die Erfahrung fehlt, was deren Vermittlung angeht.
Uiiii....wie schön, mir dies mal von der Seele geschrieben zu haben.

Mittlerweile sind mir auch die ersten Beschwerden von Eltern, genaugenommen einer Mutter zu Ohren gekommen, die sich bei einer Praktikantin der Albert Einstein Schule, die nun zwei mal in der Woche in meinem Unterricht sitzt, darüber beschwert hat, dass meine Tests zu schwer seien, Präsentationen mit einer Dauer von 25 Minuten zu lang seien etc... Nun ja, das war ja klar, dass dies passieren wird, trotzdem ist es nervig, immer wieder erklären zu müssen, dass das Ziel meines Unterrichts nicht darin besteht, die Kids zu überfordern, denn ich glaube, dass dies der Hauptgrund der Sorge der Eltern ist und dass mein Unterricht, den ich mich bemühe so lehrreich, ansprechend, motivierend, einfach/effektiv, anschaulich und abwechslungsreich wie möglich zu gestalten, die Schüler UNTER ANDEREM darauf vorbereitet, gewisse vorgegebene Standards zu erfüllen, dass ich aber auch (noch) nicht den Anspruch erhebe, perfekt zu sein, insbesondere deshalb nicht, weil ich schließlich erst seit 5 Wochen hier bin.

Trotz allem geht es mir- unter anderem auch aufgrund des traumhaft schönen Wetters seit dem letzten Wochenende [heute ist schon Dienstag und ich schreibe immer noch an diesem Eintrag]- wirklich gut. Ich genieße nach wie vor die traumhafte Lage meiner neuen Heimat, mexikanisches Essen, am Strand frühstücken, Cabrio fahren etc. Permanentes Urlaubsfeeling….!

Ich poste das jetzt mal, bevor es verjährt, obwohl ich gerade noch viele weitere tolle Dinge aufzählen könnte...

Bald gibts mehr … Versprochen!
12.3.14 03:31


4. Woche in San Diego

Dank des anhaltenden Regens komme ich nun noch mal zum Schreiben. Fangen wir beim Regen an...Da dieser hier so selten ist, löst er wohl immer ein absolutes Verkehrschaos aus, noch schlimmer als wenn bei uns der erste Schnee fällt. Dadurch, dass es manchmal monatelang nicht regnet, sammelt sich allerlei Zeugs auf den Straßen an, das sich bei Regen in eine rutschige, ölige Masse verwandelt. In Kombination mit der Tatsache, dass die Amis eh alle nicht Auto fahren können, führt dies dann immer zu langen Staus und Unfällen. Gestern und vorgestern bin ich an zahlreichen Autos in Leitplanken vorbeigefahren. Echt krass...!
Bis gestern war hier die ganz letzte Woche Bombenwetter, welches ich überwiegend an der Bucht und am Strand verbracht habe. Ich liebe beides. Am Strand gibt’s immer was zu sehen: Volleyballspieler, Surfer, Kitesurfer, Jetskis, Jogger, Pelikane, Skateboarder..... Die Buchtseite ist sehr ruhig, das Wasser ist wärmer, aber leider gibt’s keine Wellen ;-)
Das Beste ist aber, dass es von der Bucht zum Strand 98 Schritte sind (hab gestern Abend gezählt). In Minuten sind das knapp 1, 5. ☺ Wenn ich vom Trubel am Strand die Nase voll habe, gehe ich einfach über die Straße zur Bucht, was ich eigentlich immer noch nicht so ganz fassen kann!
Ebenso unglaublich ist es, morgens um 6:20 Uhr mit der aufgehenden Sonne zur Arbeit zur fahren und dabei jedes Mal von der rot/rosa/orange leuchtenden Skyline San Diegos begrüßt zu werden. Einfach atemberaubend schön!
Gestern gab es das erste Gehalt, wovon ein großer Batzen heute auch wieder für die Miete draufgeht, aber schon cool, zusätzlich zu der online Seite der Kreissparkasse Euskirchen nun auch die Seite der Bank of America aufzurufen ;-).
Cool war auch, meinen ersten Check für die Vermieter auszufüllen. Musste erst mal googlen, wie das überhaupt geht ;-).
Schule läuft. Gut wäre übertrieben, aber es läuft und fürs Erste mach ich mal easy und starte mit angezogener Handbremse, da keiner meiner Schüler am Ende des Schuljahres die Internationale Abiturprüfung ablegt. Im Mai werde ich lediglich fünf Advanced Placements (AP) Examen abnehmen, die ich aber nicht selber erstellen muss.
Anfang der Woche war in meiner Klasse plötzlich eine Videokamera installiert. Ich war echt geschockt und frage mich immer noch, was der Beweggrund ist und wer auf die Aufzeichnungen zugreifen kann. Ich werde ab jetzt nur noch deutsch reden, dann versteht zumindest niemand was ;-).
Es gibt aber auch Dinge, die richtig nerven, wie beispielsweise die ewige Parkplatzsuche trotz riesengroßer Parkplätze und das lange Warten in Schlangen. Egal ob man zur Bank, zur Post oder zum Einkaufen fährt, überall muss man IMMER erst nach einem Parkplatz suchen. Wenn man dann einen hat, fängt die Warterei an...Echt nervig! Werde mir wohl einen großen Korb fürs Rad zulegen und dann möglichst oft Dinge mit dem Rad erledigen. Das ist ja hier zum Glück möglich, im Gegensatz zu vielen anderen amerikanischen Orten. (Weißt Du noch, als wir bei Torsten in West Palm Beach waren, Judith? Da wären wir ohne Auto absolut aufgeschmissen gewesen...)
Ansonsten habe ich jetzt angefangen, jeden Tag die Tageschau im Netz zu schauen, da man hier im Fernsehen vom Rest der Welt absolut NICHTS mitbekommt. Außerdem bin ich auf den Geschmack von Webradio gekommen. Endlich wieder Radioansagen in Normalgeschwindigkeit und angenehmer Stimmlage und abwechslungsreiche Musik ohne ständige Werbeunterbrechungen...Radio geht hier gar nicht! Die Playliste, die auf 10 Songs begrenzt ist, wird den ganzen Tag wiederholt, unterbrochen von unendlich viel Werbung und mir scheint, als würden die Radiomoderatoren hier danach ausgesucht, wer die schrägste Stimme hat und wer am schnellsten sprechen kann. Echt übel...
Tja, ich merke jetzt schon, wie sehr ich mich konzentrieren muss, wenn ich deutsch schreibe, und das schon nach einem Monat hier....
Ich bin gespannt, welche Abenteuer in den nächsten drei Jahren auf mich zukommen werden. Ich freue mich unendlich, dass mein allergrößter Traum nun endlich Wirklichkeit geworden ist und dass ich so viele neue Erfahrungen machen darf. Ich genieße alle neuen Eindrücke und Gefühle, die diese auslösen, die ich teilweise schon von meinem damaligen Aufenthalt in den USA kenne, die ich aber jetzt noch viel intensiver erlebe.
Das wars mal wieder für heute. Hier sind es jetzt 5 Uhr morgens und ich schmiede jetzt mal einen Plan für das regnerische Wochenende. In Mexiko scheint bestimmt die Sonne.... ☺
Ich hoffe Euch geht’s allen gut! Feiert die jecken Tage, macht all das, was ich auch machen würde und trinkt ordentlich für mich mit. Ävve losst die Kirch em Dörp! Bis bald mal. BYEBYE!
1.3.14 14:19


Third week in paradise...

Die dritte Woche ist vorbei und der Jetlag ist überwunden. Was ist passiert? Anfang der Woche hat entweder meine Mikrowelle oder doch der Kühlschrank einen Kurzschluss verursacht, dessen Resultat-neben all dem Rauch in meiner Bude- eine kaputte Mikrowelle und-wie seit gestern fest steht- auch ein kaputter Kühlschrank ist. Hmmm, eine neue Mikrowelle und ein neuer Kühlschrank zum Einzug? Das wäre aber echt nicht nötig gewesen...;-) Anfang der Woche sind meine Kisten aus Deutschland angekommen, in denen-zusätzlich zu den unzähligen, größtenteils warmen Klamotten, die ich vermutlich nicht brauchen werde-auch vier Pakete meines geliebten Pumpernickel Brots waren. Endlich wieder Brot, das man kauen muss...;-). Außerdem sind nun mein Skateboard und mein Slalomboard hier: Es macht riesengroßen Spaß, die Strandpromenade entlang zu fahren... In der Schule läuft es mal gut, mal weniger gut. Viele Kids sind lernwillig, schwierig ist nur, dass in beiden Fortgeschrittenen-Kursen auch Muttersprachler sitzen, was nicht nur die Motivation der Nicht-Muttersprachler dämpft, sondern von mir auch ein hohes Maß an Binnendifferenzierung und Individualisierung im Unterricht fordert. Ich habe es jetzt endlich geschafft, meine Lehrer-Homepage zu aktivieren: http://www.sandi.net//Domain/16931 Diejenigen, die es interessiert, können hier sehen, was in meinen Kursen so passiert. Am Freitag durfte ich eine Pep Rally miterleben. Durch die Vorstellung und Ehrung der Schulteams (Basketball-, Fußballmannschaft, Drum Circle, Cheerleader etc.) soll ein positives Schulklima geschaffen werden. Das lasse ich einfach mal unkommentiert.... Fakt ist, dass ich nach einer Stunde lauter Musik , Geschrei und Gekreische für die nächste Stunde nur noch mit halber Hörkraft unterwegs war... Ansonsten cruise ich mittlerweile schon ohne Navi durch die Gegend, die mir jeden Tag vertrauter wird und die mir immer noch ein absolutes Urlaubsfeeling vermittelt. Bisher ist kein Tag vergangen, an dem ich nicht am Strand und an der Bucht war und noch habe ich keinen Sonnenuntergang verpasst. Mitte der Woche, nachdem mich die freudige Nachricht erreichte, dass ich mich im Sommer nicht alleine mit meinem Kollegen Jan rumschlagen muss, da er zusammen mit meiner Kollegin Scholli zu Besuch kommt, habe ich den Stauraum über dem Badezimmer auf eine Ecke begrenzt und in der anderen Ecke eine Matratze deponiert. Sieht ganz gemütlich aus, bisher war mir aber, aufgrund des noch komplizierten Aufstiegs, noch nicht danach, die Koje zu testen. Jetzt heißt es, eine passende Leiter zu finden... Bisher habe ich mich vorwiegend von Sushi, Erdnussbutter + Honig Toast, Möhren mit Ranch Dressing, Müsli, Nudeln und Quesadillas ernährt. Also fast wie zu Hause ... ☺ Gestern habe ich zum ersten Mal meinen Herd benutzt, da ich, man höre und staune, einen Kuchen für Priscila gebacken habe, eine Sprachschülerin aus Brasilien, die bei meinen Vermietern gelebt hat und heute, nach drei Monaten in San Diego, wieder nach Brasilien fliegt. Das Backen hat gut geklappt und Mama, ich soll Dir von Tracey sagen, dass ich einen leckeren Kuchen gebacken hätte. Zu ner Backmischung Wasser, Öl und drei Eier hinzuzufügen ist ja auch nicht schwer, das bekomme selbst ich hin ☺. Das Anspruchsvollste war zu googeln, wie viel ml noch mal in einem Cup bzw. einem halben Cup sind und diese Information dann ohne einen Maßbecher zu nutzen. Zum Glück hab ich ja Kölschgläser hier... ☺ So, das wars für heute... Liebe Grüße an alle und bis bald mal...
23.2.14 14:59


Was mir fehlt...


Maggi, Pumpernickel, Havana, Ladival Sonnencreme, mein Domkaffeebecher, Spargel, ...

-to be continued-

21.2.14 01:11


Random Thoughts I

Es ist schon erstaunlich/ bewundernswert/ beneidenswert, wie viele Menschen hier ein Sixpack haben und/oder daran arbeiten...


SAND, SAND, SAND, soweit das Auge blickt...selbst im Kühlschrank!


Sommer, Sonne, CABRIO...


Das Leben fernab der Heimat bewirkt Dinge, Gedanken und Gefühle in mir, die ich so sehr vermisst habe!
Mit den Worten von Freya Stark:
“To awaken quite alone in a [foreign] town is one of the pleasantest sensations in the world. You are surrounded by adventure. You have no idea of what is in store for you, but you will, if you are wise and know the art of travel, let yourself go on the stream of the unknown [...]“
16.2.14 17:20


Zweite Woche

So, nun ist dank Lincoln und Washington bereits die zweite Woche an der High School vorbei und das lange Wochenende kann beginnen...
Was ist passiert?
Viel, aber zunächst das Highlight. Heute habe ich endlich meinen eigenen Klassenraum erhalten. Um das Bizarre an der Sache zu verstehen, muss man wissen, dass die San Diego High School aus insgesamt 6 Schulen besteht, aus der Internationalen Schule (IS), an der ich arbeite, der School of Business, der School of Science & Technology, der School of Media, Visual & Performing Arts und der School of Communication Investigations und LEADS. Die IS ist mit Abstand die Anspruchsvollste unter den Schulen, u.a. aufgrund der strikten Vorgaben des Internationalen Abiturs, welches hier, im Unterschied zu den anderen Schulen, als Abschlussmöglichkeit angeboten wird. Die IS befindet sich im Gebäude 800, wo jede Lehrperson ihren eigenen Klassenraum hat, nur ich nicht. Ich wurde in den Block 100 verbannt. Raum 109. Als die Direktorin dies mit den Worten kommentiert: „Das Problem ist, nun, eigentlich ist es kein Problem, aber....hmmmm, Dein Raum ist im Block 100.“, da habe ich noch gedacht, das Problem sei die Entfernung...WEIT GEFEHLT! Auf dem Weg zu meinem Raum wurde ich von ihr darauf hingewiesen, dass sich im Flur vor meiner Klasse eine von 8 Videokameras auf dem Campus befindet. Auch dabei habe ich mir noch nichts Außergewöhnliches gedacht, wobei ich das Gefühl überwacht zu werden und hinter hohen Zäunen eingesperrt zu sein wirklich unangenehm finde... Aber das wusste ich ja vorher....
Nun ja, dann habe ich den Raum betreten: Teppichboden→ mega dreckig, keine Fenster, aber zum Glück Tische und keine Stühle mit Ablage, eine interaktive Tafel (Promethean Board), Drucker und für die Schüler/innen Netbooks, die allerdings ungefähr 20 Minuten brauchen, bis sie hochgefahren sind. Heute hatte ich also das erste Mal Unterricht im Bunker. Mein erster Kurs hat sich seltsam verhalten und als ich die Frage, ob dies denn nun mein permanenter Klassenraum sei, bejaht habe, habe ich in viele entsetzte Gesichter geguckt. Als dann wenig später ein Schüler, der zur Toilette wollte, den Raum mit den Worten:„Wish me luck!“ verlassen hat, bin ich langsam hellhörig geworden. Dann kam mein nächster Kurs und auch deren erste Frage war, ob dies nun mein Raum sei. Auf meine Frage, wieso dies bei ihnen so viel Entsetzen auslöse, kam die Wahrheit ans Licht. Ich bin im „Ghetto“ gelandet! „Where the kids are higher than their grades“ (O-Ton Kids). Man riet mir, immer meine Türe zu verriegeln, keine wertvollen Gegenstände im Raum zu hinterlassen und die Schülerinnen bestanden darauf, nur zu zweit zur Toilette zu gehen. Jo, mein Raum der Ghettobunker! Das kann ja heiter werden...
Ansonsten war ich bisher jeden Tag am Strand, war aber noch nicht im Wasser, habe auch noch nicht meinen Herd und die Spülmaschine ausprobiert, überwinde allmählich den Jetlag und freue mich auf meine neue Aufgabe, den Deutschen Zweig auf das Internationale Abitur vorzubereiten.
Erst aber freue ich mich auf das Wochenende!
14.2.14 05:07


DANKE

Dieses DANKE geht an meine Eltern, ohne die ich heute nicht hier wäre! Ich hab Euch lieb, Mama & Papa!
11.2.14 20:51


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung